100 Jahre Schützenverein Wolterdingen, Gründungsjahr 1905

(Erstellt von unserem Chronisten und Schützenbruder Gunter Bostelmann anläßlich des 100 jährigen Jubiläums im Jahr 2005)

 

Der Begriff "Schütze" wurde schon im 11. Jahrhundert geprägt. Die Entwicklung ging vom Bogenschützen (Jäger) über den Jagd- zum Sportschützen, von Bürgerwehren, Schützengilden zu Schützengesellschaften, wobei die letzteren vorangingen, die Tradition und das Brauchtum zu pflegen. Der eigentliche Zweck der Waffenbrüderschaft verflachte jedoch im Laufe der Zeit, und nach dem 30-jährigen Krieg sanken die Schützengesellschaften immer mehr zu bloßen Vergnügungsgesellschaften herab, bei denen die Schwelgerei die Hauptsache war.
1710 ergeht von der kurfürstlichen Regierung Hannover (Kurfürst Georg 1) ein generelles Verbot des Scheibenschießens und der Auflegung des Pfingstbieres. Begründung: "Weil es viele Desordres verursacht und zum Gesöff und vielen anderen liederlichen Handeln Anlass gegeben."1741 wird das Verbot unter Georg II -- unter Auflagen - aufgehoben!  In der Mitte des 18. Jahrhunderts besann man sich an die eigentlichen Ziele, und auf dem allgemeinen deutschen Schützen- Turnfest 1861 in Gotha wurde der Deutsche Schützenbund gegründet. Es wurde nun neben der Geselligkeit der Schießsport in den Vordergrund gestellt. In den folgenden Jahren, besonders um die Jahrhundertwende, folgten viele Vereinsgründungen.


 

So wurde dann auch in Wolterdingen am 2. April 1905 auf Initiative des Gemeindevorstehers Friedrich Bartels Wolterdinger Schützenverein gegründet!
Auszug aus dem Gründungsprotokoll:
§ 1 Der Verein führt den Namen: "Wolterdinger Schützenverein". Der Zweck des Vereins soll sein, das Schützenfest durch gemeinsame Feier als Volksfest zu erhalten und zu fördern.
§ 6 Mitglied kann jede unbescholtene männliche Person, welche das 17. Lebensjahr vollendet hat, werden.

Als Vorstandsmitglieder wurden von 21 Bürgern des Ortes gewählt:

Vorsitzender

Christoph Röhrs

Hauptmann

Friedrich Witthöft

Schriftführer

Friedrich Heuer

Schaffer

Wilhelm Lütjens

 

Heinrich Baden

 

am 07. 05. 1905 noch Heinrich Hebenbrock

             

Gleichzeitig wurde beschlossen, dass das diesjährige Schützenfest auf dem 4. und 5. Juni beim Gastwirt Oelfgen auf dem Bahnhof stattfinden soll.
Auf der Vorstandssitzung am 19. 04. 1905 wird beschlossen, eine Vereinsfahne von der Fa. Reinecke aus Hannover zu einem Preis von 140 Mark zu kaufen.

Auf der Vorstandsversammlung am 07. 05. 1905 wird beschlossen: Der Schützenkönig muss mindestens 25 Jahre alt sein und erhält ein Königsgeld von 30 Mark. Der Beitrag je Mitglied soll 25 Pfg. betragen. Ein Fehlschuss auf der Königsscheibe erfordert ein Strafgeld von 50 Pfg.

In den folgenden Jahren wurde auf den Versammlungen besonders auf die Aufnahme neuer Mitglieder und auf die Festlegung des Schützenfestes eingegangen, bezüglich besonderer Aktivitäten des Vereins geht aus den Protokollen nicht viel hervor.

Das Schützenfest fand seit der Gründung des Vereins auf dem Bahnhof statt, von 1905 bis 1907 in der Gastwirtschaft Oelfgen, von 1908 bis 1919 beim Festwirt Johannes und danach beim Gastwirt Harms.

In den Jahren 1914 - 1918 wurde das Vereinsleben durch den Krieg unterbrochen. Die erste Generalversammlung nach dem Krieg fand am 26. Mai 1920 statt. Als Vorstand wurden gewählt:

Vorsitzender Christoph Röhrs, Hauptmann Heinrich Hebenbrock, Schriftführer Hermann Barenscheer, Schaffer Willi Röhrs und Gustav Stimbeck sowie als Beisitzer Heinrich Schlumbohm.

Außerdem wird der Wirt Heinrich Harms verpflichtet, den Schießstand in Ordnung zu bringen. Das Königsgeld wird auf 100 Mark festgesetzt und als Preise wurden ausgelobt:

1. Preis: 15 Mark

2. Preis: 10 Mark

3. Preis:  5 Mark

Für Tanzgeld wurde festgesetzt: Herren à 5 Mark; Damen à 2 Mark; und jedes Mitglied hat eine Dame frei. Der Vereinsbeitrag wird auf 4 Mark festgesetzt.

Die Generalversammlungen wurden in der Gastwirtschaft Bremer im Dorf abgehalten. Auf der Generalversammlung vom 5. Juni 1927 wird lt. Protokoll vom Schriftführer zum ersten Mal ein Kassenbestand von 18,65 Mark bekannt gegeben. Anfang der dreißiger Jahre musste die Königswürde öfter an einen anderen abgegeben werden, da der Schütze das Alter von 25 Jahren noch nicht erreicht hatte.

Das Schießen fand bis 1932 bei dem Festwirt auf dem Bahnhof statt, da jedoch dieser Schießstand nicht mehr in Ordnung war, musste 1932 der König auf dem Lagerschießtand ermittelt werden. 1933 wurde mit dem Schützenbruder Gustav Röhrs ein Pachtvertrag über das heutige Vereinsgelände geschlossen; dort wurde eine 100 m Schießbahn hergerichtet. Es gab zwar eine Deckung, aber keinen festen Schießstand. Geschossen wurde von einer transportablen Pritsche, und für den Notfall konnte man den Schießstand auch noch mit einer Zeltbahn überdachen. Das waren die Anfänge des heutigen, mit modernen Schießanlagen und einem Schützenhaus ausgerüsteten Schützenplatzes.

1934 fand auch die politische Veränderung im Vereinsleben sei­nen Niederschlag. Im Protokoll wurde unter Punkt 2 der Tages­ordnung vermerkt: „Einrichtung des Vereins nach dem Führerprinzip". Der Vorsitzende wird als Vereinsführer und das Schießen auf dem SA-Lager-Schießstand als Wehrsportübung bezeichnet. Eine aus dem Jahr 1941 vorliegende Satzung führt unter § 2 aus:

„Der Verein bezweckt die leibliche und charakterliche Erziehung der Mitglieder im Geiste des Nationalsozialismus durch die planmäßige Pflege der Leibesübungen." Und unter § 3: „Der Verein ist mit allen seinen Mitgliedern dem Nationalsozialistischen Reichshund für Leibesübungen (NSRL) und dem Deutschen Schützenverband e.U angeschlossen." 1935 wurde das Erntefest durch ein geschlossenes Vergnügen im Winter ersetzt, damit war wohl der auch heute noch sehr beliebte Schützenball geboren. Zu dem am 07. 01. 1936 stattgefundenen Vergnügen hatten sich 50 Schützenbrüder zum Essen angemeldet.

1938 wurde das Schützenfest erstmals mit einem Frühstück begonnen, und nach altem Brauch wurde das Erntefest wieder am Vorabend des Erntedankfestes gefeiert.

Die letzte Eintragung im Protokollbuch vor dem Krieg wurde am 18. September 1940 gemacht. In der Versammlung, an der 14 Mitglieder teilnahmen, wurde noch eine Änderung der Satzung vorgenommen. Für die Vereinsführung wurde noch ein Ältestenrat und ein Beirat gebildet; dieser sollte zur Schlichtung persönlicher Streitigkeiten innerhalb des Vereins tätig werden. Dem Ältestenrat gehörten Hermann Barenscheer, Heinrich Hebenbrock und August Garbers sen. an, den Beirat bildeten Friedrich Heuer und Gustav Behrmann. Damit enden erst einmal bis zum Jahr 1948 die Eintragungen und wohl auch die Aktivitäten im Verein. Der letzte Schützenkönig vor dem Krieg wurde 1939 Heinrich Brüggemann aus Wieheholz.

Die nächste Protokolleintragung erfolgt am 08. 12. 1948. Auf der Versammlung am 08. 12. 1948 wurde beschlossen, nach 10-jähriger Pause wieder einen Schützenball am 08.01.1949 zu feiern. Der Schützenball wurde unter guter Beteiligung am 08. 01. 1949 im Gasthaus Harms auf dem Bahnhof gefeiert.

Am 12. und 13. Juli 1949 wurde dann das erste Schützenfest nach dem Krieg durchgeführt. Da die Besatzungsmächte den Gebrauch von Schusswaffen verboten hatten, stellte sich die Frage: Wie ermittelt man den Schützenkönig? Der Vorsitzende Rudolf Meyer wollte schon seine Armbrust zur Verfügung stellen, da tauchte unerwartet ein Luftgewehr auf, das den Krieg auf seltsame Weise überstanden hatte. Mit diesem Gewehr wurde dann Gustav Vorwerk als erster Schützenkönig nach dem Krieg ermittelt.

In den folgenden Jahren feierte man in gewohnter Weise das Schützen- und Erntefest und auch den Schützenball. Dabei trug der Schützenverein nicht unwesentlich zur Begegnung von Einheimischen und Flüchtlingen bei, von denen auch etliche in den folgenden Jahren Mitglied im Schützenverein wurden.

Im Jahre 1954 wird auf der Versammlung beschlossen, dass alle Schützen sich eine Uniformjacke zum Jubiläumsschützenfest anschaffen; die Anprobe soll bei Schneider W. Bensemann stattfinden, und die Firma Gülcher, Soltau, soll ein Angebot abgeben.

Am 12. und 13. Mai 1955 wurde das 50-jährige Bestehen des Schützenvereins gefeiert. Laut Protokoll konnte der Umzug mit etlichen Gastvereinen bei herrlichem Sommerwetter durch das geschmückte Dorf zum Jubiläumskönig Fritz Behrmann durchgeführt werden. Die Spitze des Zuges bildete der Wagen mit den Veteranen und Gründern des Vereins: Friedrich Heuer, H. Hebenbrock, Georg Bremer und H. Baden. Zu dieser Jubiläumsveranstaltung konnte auch der neue, nach hinten offene Schießstand, der unmittelbar am bisherigen 100-m-Stand gebaut wurde, eingeweiht werden. Auf der Generalversammlung am 06. 04. 1956 wurde auf Anraten eines Rechtsanwaltes beschlossen, den Schützenverein eintragen zu lassen. Nach diesem Beschluss wurde dann der gesamte Vorstand neu gewählt. Der bisherige Vorsitzende Rudolf Meyer wurde wieder gewählt. Die Eintragung in das Vereinsregister mit der Satzung vom 23. 12. 1959 erfolgte am 04. 09. 1961 unter dem Namen „Schützenverein Wolterdingen und Umgebung". Da der alte Saal auf dem Bahnhof nicht mehr zur Verfügung stand, wurde 1958 zum ersten Mal das Schützenfest in einem Zelt und der Schützenball im „Neuen Haus" in Soltau gefeiert. im „Neuen Haus° in Soltau gefeiert in den folgenden Jahren fand der Schützenball in Dorfmark beim Festwirt Schulz statt. Der Schützenverein zählt laut Meldung 1958 an den Schützenbund in Hannover 50 Mitglieder.

Dank der großzügigen, kostenlosen Überlassung eines Grundstücks lt. Vertrag 18. 04. 1964 (Flur 3 Flurstück 131 zur Größe von 3029 qm) von Gustav Röhrs aus Wulfsdorf, Kreis Eutin (früher Pflugkötner Röhrs Wolterdingen) an den Schützenverein konnte mit der Planung und Erweiterung des Schießstandes begonnen werden.

Auf der Generalversammlung am 25. 04. 1964 wird beschlossen, ab dem kommenden Schützenfest zum ersten Mal einen Minister auszuschießen. Im Jahre 1964 wurde der Schießstand um 8 Kleinkaliber- und 4 Luftgewehrstände erweitert und wetterfest gemacht. Dieses Vorhaben konnte nur durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder durch Eigenleistung verwirklicht werden; 1969 kommt noch eine Zuganlage hinzu. Der Schießbetrieb nahm in den folgenden Jahren stark zu und fand auch in vielen Wettkämpfen auf dem Schießstand seinen Niederschlag; ebenso zeugen die vielen Pokale im Schützenhaus von den Erfolgen unserer Schützenbrüder, die auch bei auswärtigen Schießwettbewerben wie Bezirks- und Landesmeisterschaften erfolgreich waren.

Im Jahr 1967 wurde auch zum ersten Mal ein Jungschützenkönig ausgeschossen; dies zeugt ebenfalls von den Aktivitäten der immer stärker vertretenen Jugendlichen im Verein. Am 8. September 1972 wurde dann mit dem Erntefest und der Teilnahme vieler auswärtiger Vereine unsere„ Neue Schützenfahne" geweiht.

Bis 1973 wurde beim Erntefest der Umzug viele Jahre von Kindern der Schule unter Leitung des Hauptlehrers Kell mit liebevoll geschmückten Wagen und Blumenbogen begleitet, und auf dem Festplatz wurden viele Spiele für die Kinder vorbereitet.

1974 endet auch für Wolterdingen mit der Gemeinde und Gebietsreform die Selbstständigkeit, doch zuvor überträgt die Gemeinde unter Leitung des Bürgermeisters Heinrich Vorwerk dem Schützenverein ein gemeindeeigenes Grundstück am Schießstand von 3252 qm. Nun konnte der lang gehegte Wunsch von einem eigenen Schützenhaus verwirklicht werden.

In den folgenden Jahren wurde mit eigenen Mitteln, Spenden, Arbeitseinsatz und Bausteinen bis zum Schützenball 1976 ein eigenes Vereinsheim mit Sanitäranlage errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf 77 000 DM einschließlich der Beihilfen des Landkreises und der Stadt Soltau, Spenden und Arbeitsleistung.

Das Jahrzehnt sollte nicht ausklingen ohne eine weitere Herausforderung für den Verein: Hatte man geglaubt, sich vom Bau des Schützenheimes erholen und die Früchte der Mühen genießen zu können, so verkündete im April 1978 die Feuersirene den Brand des Schießstandgebäudes. Ihr Heulen war aber vergebens - nichts war zu retten! Was nun?

Die Vereinsmitglieder ließen sich aber nicht unterkriegen. Sie schafften es mit gewaltiger Kraftanstrengung, Beiträgen von 500 DM und 20 Arbeitsstunden pro Mitglied, rechtzeitig bis zum Jubiläumsschützenfest 1980 ein hervorragendes neues Schützenhaus zu erstellen. Dass dieses Werk überhaupt gelingen konnte, war in erster Linie dem Vorstand und vor allem dem Schützenbruder Theodor Mohr, der sich der Planung und der Durchführung dieses Projekts angenommen hatte, zu verdanken.Im gleichen Jahr wurde von der Generalversammlung die Gründung einer Damengruppe beschlossen, und es beantragten 40 Damen die Aufnahme in den Verein. Um 1975 waren allerdings auch schon Damen im Schützenzug mitmarschiert. Die Abstimmung ergab 53 Schützenbrüder dafür und 2 dagegen. Zum 31.12.1980 wurden 40 Schützenschwestern und 124 Schützenbrüder als Mitglieder des Vereins gemeldet. Die Schützenschwestern ermittelten erstmals 1981 die Damenbeste.

1981 errang Hans Jürgen Flammann die Kreiskönigswürde, das war ein großes Ereignis für den Schützenverein, und wurde natürlich gebührend gefeiert. In den folgenden Jahren, 1985 Günter Warneke und 1988 Hans Wilhelm Narjes, waren die Kreiskönige abermals aus Wolterdingen.

1981 wurde mit der Frw. Feuerwehr und dem Sportverein Heber-Wolterdingen das erste Dorffest veranstaltet. Dieses Dorffest wird auch noch heute alle 2 Jahre mit dem Schützenverein und der Feuerwehr mit Erfolg durchgeführt. Weitere Aktivitäten wie Boßeln, Mondscheinwanderungen, Fahrten Preisskat, Doppelkopf und Schweineverschießen folgten in den weiteren Jahren. Selbstverständlich wurden daneben viele Schießwettbewerbe auch auf Kreisebene durchgeführt.Seit 1989 wurden die Altkönige zum Wettkampf aufgerufen, um ihren Besten zu ermitteln.

Da sich trotz intensiver Suche kein Festwirt zu annehmbaren Bedingungen fand, wird seit 1995 das Schützen- und Erntefest in Eigenregie durchgeführt.

Auf der Generalversammlung 1996 wurde nach langer Diskussion beschlossen, einen Anbau an das bestehende Schützenhaus vorzunehmen. Es sollte um einen Abstellraum und ein Kaminzimmer erweitert werden. Dieses Vorhaben wurde wiederum in Eigenleistung im Jahre 1997 weitestgehend verwirklicht.

In Eigenleistung wurden 1990/91 ein Abstellraum und etliche Tische und Bänke hergestellt.

Seit 1990 ist Hansi Bölter unser Festwirt, der auch für das beliebte Katerfrühstück sorgt.

Auf dem Schützenfest 2000 erhalten die Jungschützen eine Standarte, die vom Vereinsvorsitzenden Günter Dreves und dem Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Heiner Röhrs übergeben wird.

Am 20. 12. 2001 wurde der Verein mit der neuen Satzung unter dem Namen Schützenverein Wolterdingen von 1905 e.V eingetragen.

Der Verein ist seit 1998 als gemeinnützig anerkannt. Seit 1939 sind Zahlungen lt. Kassenbuch (78,78 RM) an den Deutschen Schützenbund geleistet worden. Ab Gründung des Kreisschützenbundes 1958 ist der Verein auch dort Mitglied, ebenso gehört er dem Kreissportbund an.

Die Damengruppe entwickelte sich in den Jahren nach der Gründung hervorragend. Doch nicht nur, dass sie bei vielen Arbeiten im und am Schützenhaus tatkräftig mithalfen - gerade auch bei Schießwettbewerben brachten sie viele Pokale und Auszeichnungen mit nach Hause. Auch bei der Ausgestaltung der Vereinsfeste sind sie unentbehrlich geworden, und sie sind dadurch aus dem Vereinsleben gar nicht mehr wegzudenken.

Auf den Schießsport wird in unserem Verein großer Wert gelegt. Es sind an den Übungsabenden nicht nur Sportschützen anwesend, sondern auch die Schützenschwestern und -brüder, die am Bedingungsschießen teilnehmen. Die Jugendlichen schießen begeistert auf dem Luftgewehrstand. Die Sportschützen treffen sich zwei- bis dreimal in der Woche, um sich auf die anstehenden Wettbewerbe vorzubereiten. Die Ergebnisse dieser Übungen zeigen die vielen Pokale im Vereinsheim. Auf vielen Kreis- und Landeswettbewerben in den verschiedenen Leistungsklassen sind Wolterdinger Sportschützen vertreten und erreichten hervorragende Platzierungen. Am Ältestenschießen in Dortmund nahmen z. B. Gunda Worthmann und Walter Hellwinkel teil, und bei Deutschen Meisterschaften waren unter anderem unsere Sportschützen Günter Warneke-Schütte (4-mal) und Mathias Menzel vertreten. Der heutige Schießstand verfügt über 8 K. K.- und 8 Luftgewehrstände mit elektrischen Zuganlagen. Auf drei Luftgewehrständen kann auch mit der Armbrust geschossen werden. Neben der Schießleistung geht es bei den vielen Wettbewerben auch um die Freundschaft und Begegnung mit anderen Vereinen. Seit vielen Jahren verbindet uns mit dem 2. Rott der Schützengilde Soltau eine enge Beziehung; so ist es seit Jahren üblich, dass eine Abordnung des Wolterdinger Schützenvereins am Soltauer Schützenfest teilnimmt. Besonders zu erwähnen ist der Spielmannszug der Soltauer Schützengilde, der unsere Schützen- und Erntefeste seit vielen Jahren musikalisch begleitet.

Doch auch zu etlichen anderen Nachbarvereinen hat unser Verein gute Beziehungen, daher nehmen auch Abordnungen aus Dittmern-Deimern, Heber und Langeloh an unseren Festen teil.

Und was wäre aber ein Schützenfest ohne Schützenscheibe? Von 1949 bis 1973 wurden die Königsscheiben von Hermann Tödter, bis 1986 von Uwe Drewes und seit 1989 von Diana Menzel gemalt.

Diese Königsscheiben werden seit 1965 von Günter von Elling, der diese Aufgabe von seinem Vater Wilhelm übernommen hatte, angenagelt. Für diese Tätigkeit erhielt er auch schon einen goldenen Hammer.

Die steigende Mitgliederzahl zeigt, wie interessant der Verein für die Wolterdinger Bürger ist. Zählte man 1958 noch 50 Mitglieder, so waren es am 31. 12.2004 schon 214: Schützenschwestern = 75 Schützenschwestern/-brüder über 65 Jahre = 40 Schützenschwestern /-brüder 22-64 Jahre = 132 Jungschützinnen /-en  18-21 = 13 Jungendliche bis 17 = 29.

Im April 2008 wurden 6 KK Stände mit elektronischen Anzeigen ausgerüstet.

2009 erhielt der LG-Stand für die Jugendarbeit 2 Lichtpunktanlagen, damit auch die Kleinsten ungefährdet trainieren können.

2011 Der Schützenverein kauft ein anschließendes Grundstück und vergrößert damit das vereinseigene Gelände.

2012 wird das neu erworbene Gelände abgeholzt, planiert, Rasen angesät und weiter verschönert. Von der Firma Bosselmann Metallhandel wird ein Container gesponsert, in dem sich viele Arbeitsgeräte und Verschiedenes abschließbar unterbringen lassen.

Im November 2012 erhielt der Luftgewehrstand 6 Meyton elektronische Anlagen. 2 Zuganlagen auf Stand 7 und 8 blieben erhalten für Armbrustschiessen und Lichtpunktschiessen für die Kinder. Somit ist unsere Wolterdinger Schiessanlage auf dem neuesten Stand.

 

Der Schützenverein Wolterdingen freut sich, auch weiterhin Mitglieder aufzunehmen, um sie am sportlichen Schießen, an der Pflege des Brauchtums Schützen- und Erntefest und sonstigen Veranstaltungen aktiv teilnehmen zu lassen.